Ein Schandfleck muss weichen
Einem Schandfleck in der Schulstraße in Rodalben geht es in diesem Jahr „an den Kragen“ – die ehemalige Schuhfabrik Durm wird demnächst abgerissen. Das hat der Stadtrat in seiner ersten Sitzung im Jahr 2011 beschlossen. Nachdem es noch Klärungsbedarf wegen der Entsorgungskosten des Abrissmaterials gab, konnte der Beschluss mit Verzögerung erst in diesem Jahr gefasst werden. Den Auftrag erhielt die Firma Koch aus Rodalben – sie hatte das günstigste Angebot abgegeben. Die reinen Abrisskosten belaufen sich auf knapp 48.000 Euro. Dazu kommen rund 25.000 Euro für die Entsorgung sowie die Baunebenkosten. Insgesamt wird ein Betrag zwischen 80.000 und 90.000 Euro fällig werden, der jedoch nicht komplett von der Stadt getragen werden muss, sondern bezuschusst wird.
Lohnbrücke wird neu gebaut!
Die Lohnbrücke wird abgerissen und neu gebaut! Das ist für die SPD-Fraktion das herausragende Ergebnis der letzten Stadtratssitzung. Die SPD hatte seit Anfang der Diskussionen eindeutig Position bezogen und begrüßt die Entscheidung, die mit den Stimmen der CDU, der Gruppe WIR und den Sozialdemokraten herbei geführt wurde - die übrigen Fraktionen des Rates waren gegen ein Neubau. Während die einen die Brücke sanieren wollten, sprachen sich andere dafür aus, die Lohnbrücke nach der Sanierung nur noch als Fußgängerbrücke freizugeben. Für die SPD spielt die Lohnbrücke eine große Rolle im Verkehrskonzept der Stadt Rodalben. Sie ist deshalb der Meinung, dass die Brücke sich im Laufe der Jahrzehnte für die Bürgerinnen und Bürger zu einer wichtigen Verkehrsspange entwickelt hat, auf die man nicht verzichten kann. Finanziell wird der Neubau die Stadt nach Abzug der entsprechenden Zuschüsse mit etwa 500.000 Euro belasten – eine Sanierung hätte nach den derzeitigen Schätzungen etwa genauso viel gekostet. Allerdings wäre eine Sanierung nicht bezuschusst worden.
Lohnbrücke für Fußgänger frei gegeben
Auch in der letzten Stadtratssitzung war die Sperrung der Lohnbrücke unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ ein Thema. Allerdings konnten zu diesem Zeitpunkt noch keine Neuigkeiten berichtet werden, da das Gutachten zum Zustand der Brücke noch nicht vorlag. Nachdem der Bericht der Sachverständigen Ende September eingetroffen ist und eine Freigabe für Fußgänger ermöglicht, erfolgte direkt die Bestellung der erforderlichen Bauzaunelemente und Schilder. Mittlerweile haben die Mitarbeiter des Bauhofes einen Großteil des Bauzaunes aufgestellt und eine Fußgängerfurt errichtet. Mit dem Abschluss der Arbeiten kann die Brücke spätestens ab Mitte Oktober zumindest von Fußgängern wieder genutzt werden. Für den Bauzaun und die Verkehrsschilder muss die Stadt rund 2.500 Euro investieren. Die SPD begrüßt die Freigabe für den Fußgängerverkehr als Übergangslösung. Allerdings muss es das Ziel aller Verantwortlichen sein, die Lohnbrücke so schnell wie möglich abzureißen und anschließend wieder aufzubauen – sie ist als Verkehrsverbindung unverzichtbar. Ein Grundsatzbeschluss und die Beauftragung eines Ingenieurs müssen nach Ansicht der SPD noch in diesem Jahr erfolgen.
Jugendhaus sorgt für Diskussionen
Für viel (unnötigen) Diskussionsstoff sorgte bei der letzten Stadtratssitzung der Tagesordnungspunkt „Haus der Jugend e.V.“ und dafür war in erster Linie die CDU-Fraktion verantwortlich. Das Jugendhaus war im Juli von der Stadtspitze aus Hygiene- und Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen werden.
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